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Johannes Suttrup als Gründungsmitglied der CDU geehrt

Die Erinnerungen an die Vergangenheit sind hellwach. „Wir sind als christdemokratische Partei, CDP, gestartet. Als 24 jähriger Jungspund hatte ich neben den altehrwürdigen Herren wie dem ersten Vorsitzenden Dr. Brockhoff am Anfang wenig zu melden, “ erinnert sich Johannes Suttrup. Ziel war es am Anfang eine überkonfessionelle, christliche Partei in Lüdinghausen zu etablieren. Deshalb ist der Eintritt „des evangelischen Christen Recker in die CDU als großer Erfolg“ in den Vorstandsprotokollen vermerkt. Als „Vertrauensmann“ im CDU-Vorstand hat Johannes Suttrup auch den Wiederaufbau und die ersten Kommunalwahlen erlebt. „Am Anfang wurde das meiste Geld in die Kanalisation und Pumpwerke gesteckt“, weiß Johannes Suttrup. Bei der Kommunalwahl 17.10.1948 erhielt die CDU in allen Gemeindevertretungen die absolute Mehrheit. Damals gab es neben dem „Amt Lüdinghausen“ noch die Gemeindevertretungen Lüdinghausen-Stadt, Lüdinghausen-Land und Seppenrade.

1956 war es dann soweit. Johannes Suttrup wollte kommunalpolitische Verantwortung übernehmen und wurde Fraktionsvorsitzender der CDU und gleichzeitig Vorsitzender des Ausschusses für Planung und Bauen. Mit seinem persönlichen Einsatz ist es gelungen, die Firma Nestle zu überzeugen, in Lüdinghausen das Maggi-Werk zu errichten. „Auch damals gab es wegen möglicher Geruchsbildung viele Bedenkenträger gegen diese Ansiedlung“, erinnert sich Johannes Suttrup. Eine Delegation aus Lüdinghausen reiste zum Stammwerk nach Singen, dass dort mitten in der Stadt lag. „Als ich den Bürgermeister nach der Geruchsbildung befragte, antwortete dieser nur:  „Wenn es in Singen nicht mehr riecht, stinkt der Etat der Stadt“, schmunzelt Johannes Suttrup noch heute. In seine Zeit als Bauausschussvorsitzender fiel auch der Neubau der Ludgerigrundschule im Jahre 1956. In dem Gebäude ist heute die Sekundarschule untergebracht. Aktuell steht die Modernisierung an und die Fachleute haben der alten Hauptschule eine hervorragende Bausubstanz bescheinigt.

1964 musste der Vater von fünf Söhnen dann die politischen Ämter zunächst aufgeben, da seine Frau schwer erkrankt war. Von 1970 bis 1972 war er dann noch mal Vorsitzender der CDU in Lüdinghausen. Heute schaut der 99jährige zufrieden und hellwach auf die vergangenen 75 Jahre zurück. Die kommunalpolitischen Erfolge, an denen er mitwirken durfte, und die unzähligen kleinen und großen Begebenheiten, die heute als Anekdoten in der Erinnerung wachbleiben, haben diese Jahre bereichert. Nicht erst nach dem Nachmittag mit Johannes Suttrup, der viel zu kurz war für alle Erinnerungen und Geschichten war, stellen der CDU-Vorsitzende Bernhard Möllmann und Vorstandsmitglied Gaby Schäper augenzwinkernd fest: Die Mitgliedschaft in der CDU ist vielleicht kein Garant für ein erfülltes Leben, aber sie trägt mindestens erheblich dazu bei. Dafür ist Johannes Suttrup der lebende Beweis

 
 
 

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